Nach vier Sommertagen am Meer fahren wir ein paar Kilometer ins Inland. Unser Ziel ist Coimbra, doch auf halbem Wege legen wir eine längere Pause in Montemor-o-Velho ein. Das hiesige Castelo will besichtigt werden.

Eine Ausfahrt.
Wir tingeln ein paar Tage die nordportugiesische Küste hinunter. Zwischen Porto und Lissabon heißt sie Costa da Prata, Silberküste, weil das Meer so silbern schimmern soll. Endlos lange Strände, dahinter Dünen und Pinienwald und mehr oder weniger touristisch erschlossene Orte. Ganz anders als Spaniens Nordwesten. Der hat uns mit seinen abwechslungsreichen, meist ruhigen und fast einsamen Buchten deutlich besser gefallen.
Unser erster Schlafplatz, 30 Kilometer südlich von Porto, macht am frühen Abend einen abgeschiedenen Eindruck. Doch bis spät in die Nacht und schon früh am nächsten Morgen herrscht reger PKW-Verkehr. Schön ist es trotzdem hier mit Meeresblick und -rauschen.
Sechs Tage in Porto liegen hinter uns. In Porto? Naja, nicht direkt. In der gegenüberliegenden Stadt Vila Nova de Gaia, im Stadtteil Salgueiros, haben wir uns auf einem Campingplatz (s.u.) eingemietet. Billig Preiswert, mit heißen Duschen, guter Verbindung in die Stadt und dennoch strandnah. Sehr entspannt.
Nordspanien ist traumhaft schön! Habe ich das schon mal geschrieben? Wenn nicht, dann war es höchste Zeit.
Von Navarra bis Galicien, ob am Meer oder in den Bergen – wir sind begeistert! Abwechslungsreiche, teilweise spektakuläre Landschaft mit sowohl geschichtsträchtigen interessanten Städten als auch gemütlichen Fischerorten und verschlafenen Bergdörfern haben wir durchreist. Und werden es wieder tun.
Das gute Wetter hat uns verlassen. Wir wissen, auch aus netten Gesprächen mit Galiciern, daß wir in den vergangenen Wochen sehr viel Glück mit der Witterung hatten und daß in dieser Region zu dieser Jahreszeit warme windstille Sonnentage eher die Ausnahme als die Regel sind. Da die Prognose für die kommenden Tage mies ist, beschließen wir, ein paar Kilometer Richtung Süden zu fahren. Erst einmal allerdings nur ganz wenige. Nach einer guten halben Stunde Fahrt, die wir um eine einstündige Irrfahrt auf der Suche nach einer neuen Gasflasche ergänzen, lassen wir uns in Pontevedra, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz an der Grenze zu Portugal, nieder.
Wir verlassen Santiago Richtung Süden und die große Ría de Arousa, ansonsten ohne konkretes Ziel. Allerdings mit dem Vorhaben, einem Ort, über den ich erst kürzlich hier ein paar Worte verloren habe, einen Besuch abzustatten: Padrón, Heimat der gleichnamigen kleinen Paprikaschoten, liegt nach 30 Kilometern auf dem Weg.
So, jetzt also ans Ende der Welt, „finis terrae“, wie die Römer es auf Latein nannten. Für die Galicier ist es Fisterra und die Spanier, die Kastilisch sprechenden, Finisterre. Es ist natürlich nicht das Ende, schon gar nicht der Welt, es ist noch nicht einmal der westlichste Punkt Spaniens – der liegt einige Kilometer weiter nördlich. Aber es ist ein verdammt schönes Fleckchen unserer Terra.